Poker: Welche Hände spielen und welche Hände man falten sollte
Die Entscheidung, welche Hände man im Poker spielt, ist die grundlegende Fähigkeit für jeden Spieler. Sie bestimmt, ob man langfristig Gewinne erzielt oder sein Geld verspielt. Eine solide Handauswahl bildet das Fundament für alle weiteren strategischen Entscheidungen am Tisch.
Die besten Startkarten bieten die höchste Wahrscheinlichkeit, am Ende einer Runde die stärkste Hand zu halten. Allerdings hängt die richtige Wahl auch von Faktoren wie der eigenen Position, der Anzahl der Gegner und deren Spielstil ab. Ein Anfänger sollte zunächst mit einem engen und aggressiven Ansatz beginnen.
Premium-Hände: Der Grundstein für Gewinne
- Paar Asse (A-A)
- Paar Könige (K-K)
- Paar Damen (Q-Q)
- Ass-König (A-K) geeignet
- Ass-Dame (A-Q) geeignet
Diese Hände sind so stark, dass man sie fast immer spielen und oft auch erhöhen sollte. Dazu zählen hohe Paare wie Asse (A-A) und Könige (K-K) sowie starke Ass-Karten-Kombinationen wie Ass-König (A-K) geeignet. Mit diesen Händen möchte man in der Regel viele Chips in den Pot bringen, bevor der Flop kommt.
Selbst wenn der Flop nicht perfekt passt, behalten diese Hände oft noch genug Stärke, um weiterzuspielen. Ein Paar Asse ist die stärkste Startkombination und sollte fast immer zu einem großen Pot vor dem Flop führen. Die Spielweise mit diesen Premium-Händen ist relativ geradlinig und aggressiv.
Spekulative und marginale Hände
- Kleine Paare (2-2 bis 6-6)
- Aufeinanderfolgende Karten (z.B. 6-7, 9-10)
- Geeignete Karten (zwei Karten derselben Farbe)
- Ass mit kleinem Kicker (z.B. A-5)
Diese Hände haben das Potenzial, sehr stark zu werden, sind aber vor dem Flop schwach. Dazu gehören kleine Paare (z.B. 5-5), aufeinanderfolgende Karten (z.B. 7-8) und Karten der gleichen Farbe (z.B. Herz-König und Herz-9). Man spielt sie in der Hoffnung, den Flop genau zu treffen.
Die Strategie hier ist, möglichst günstig in den Flop zu kommen, um dann bei einem Treffer großen Gewinn zu machen. In früher Position oder gegen viele Gegner sind diese Hände jedoch oft zu riskant. Ein kleines Paar will man meistens sehen, ob man auf dem Flop einen Drilling bekommt, ansonsten legt man die Hand weg.
Hände, die man fast immer falten sollte
Viele Anfänger machen den Fehler, zu viele schwache Hände zu spielen. Kartenkombinationen mit geringem Wert und schlechtem Verbindungspotenzial sind langfristig verlustbringend. Dazu gehören beispielsweise 2-7, 8-3 oder 9-2, besonders wenn sie nicht dieselbe Farbe haben.
Selbst wenn man mit solchen Händen gelegentlich einen Flop trifft, ist die Gefahr groß, am Ende von einer besseren Hand geschlagen zu werden. Die Disziplin, diese Hände konsequent zu falten, spart auf lange Sicht viel Geld. Konzentriere dich auf Qualität statt auf Quantität deiner gespielten Hände.
Häufige Fragen
Sollte man Ass-König immer spielen?
Ja, Ass-König (A-K) ist eine Premium-Hand, die man fast immer spielen und oft erhöhen sollte. Sie ist zwar kein Paar, schlägt aber alle anderen Nicht-Paar-Hände und hat großes Potenzial, ein starkes Paar auf dem Flop zu bilden.
Was ist eine 'Sklavenhand' im Poker?
Der Begriff 'Sklavenhand' beschreibt ein Paar Damen (Q-Q). Es ist eine sehr starke Hand, die aber den noch stärkeren Paaren Asse und Könige unterlegen ist – daher der Name. Man sollte sie aggressiv spielen, muss aber vorsichtig sein, wenn ein Gegner starken Widerstand zeigt.
Wann kann man mit kleinen Paaren spielen?
Kleine Paare (z.B. 4-4) kann man spielen, wenn man günstig in den Flop kommt, z.B. durch einen Call einer kleinen Eröffnung. Das Ziel ist es, einen Drilling auf dem Flop zu treffen. Trifft man nicht, sollte man die Hand meistens sofort aufgeben.
Spielen Sie verantwortungsvoll. Glücksspiel kann süchtig machen. Setzen Sie ein Limit und hören Sie auf, wenn es kein Vergnügen mehr ist. Ab 18.